Definition

Als Kultusministerien werden in Deutschland die oberste Verwaltungsbehörden eines Bundeslandes für die Bereiche Bildung und Schule, sowie zum Teil auch für die Hochschulen und kulturelle Angelegenheiten, bezeichnet.

Aufgaben

Das Schulwesen ist Ländersache, und das Kultusministerium legt die Bildungsstandards in Form von Bildungsplänen fest. Dazu gehören unter anderem die Festlegung der Unterrichtsorganisation, eine gleichmäßige und ausgewogene Unterrichtsversorgung innerhalb des Landes sowie die Festlegung von Leistungsstandards bei Schulabschlüssen und zentralen Prüfungen. Ferner regelt das Kultusministerium die Ausbildung, Prüfung und Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer und organisiert die Förderung des Schulhausbaus sowie im Rahmen des Ganztagsbetriebs auch Angebote an Schulen außerhalb des Unterrichts. Des Weiteren gehören zum Zuständigkeitsbereich des Kultusministeriums auch Kindertageseinrichtungen, die schulische Jugendbildung, kulturelle Angelegenheiten. Weitere Aufgaben sind beispielsweise im Bereich des Sports sowohl der Leistungssport als auch der Breitensport. Eine detailliertere Aufgabenbeschreibung können Sie hier finden.

Organisation/Aufbau am Beispiel Niedersachsen

Das Ministerium ist neben dem Ministerbüro und dem Referat 01, welches für Parlaments- und
Kabinettsangelegenheiten sowie allgemeine Koordinierung zuständig ist, in fünf Abteilungen untergliedert

Abteilung 1: Zentrale Aufgaben
Abteilung 2: Schulformübergreifende Angelegenheiten
Abteilung 3: Allgemein bildendes Schulwesen, Kirchen
Abteilung 4: Berufliche Bildung
Abteilung 5: Frühkindliche Bildung, Inklusion, Digitalisierung

Einen genauer Organisationsplan des Niedersächsischen Kultusministeriums können Sie hier auffinden.