Am 17.11.2021 fand in Berlin ein Warnstreik der Mitarbeiter:innen im öffentlichen Dienst statt. Polizist:innen, Lehrkräfte, Erzieher:innen sowie Angestellte der Bürger- und Ordnungsämter wurden dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen, um Druck auf die Arbeitgeber auszuüben. 

Verdi fordert mehr Gehalt

Die Forderungen der GEW lauten seit den Verhandlungen vom 8. Oktober wie folgt:

  • Alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst sollen fünf Prozent mehr Gehalt bekommen. Dieser Betrag soll mindestens 150 Euro pro Monat betragen.
  • Praktikant:innen und Auszubildenden soll eine Gehaltserhöhung von 100 Euro monatlich zugestanden werden. 

Bisher wurden diese Forderungen von der TdL (Tarifgemeinschaft deutscher Länder) zurückgewiesen. Ende November soll neu verhandelt werden.

Bisherige Streiks

Bereits vergangene Woche gab es erste Protestaktionen von Lehrer:innen und Erzieher:innen, zu denen die Gewerkschaft verdi aufgerufen hatte. Am Dienstag streikten Beschäftigte des öffentlichen Dienstes erneut. Hierbei waren rund 1000 Erzieher:innen sowie Mitarbeiter:innen von Bezirksämtern beteiligt. 

In vielen deutschen Schulen fiel Unterricht aus, da Lehrkräfte die Arbeit aussetzten. Allzu große Ausfälle soll es aber nicht gegeben haben, da lediglich Lehrer:innen, die nicht verbeamtet sind, streiken durften.

Wie geht es weiter?

Nicht nur in Berlin, sondern auch in anderen deutschen Städten und Bundesländern wurde der Tarifstreit fortgesetzt. Betroffen ist insbesondere NRW sowie die Städte Aachen, Bonn, Köln, Düsseldorf und Essen.

Trotz der steigenden Inzidenzwerte ist mit einem Ende des Warnstreiks vorerst nicht zu rechnen.