Laut China.Table Professional Briefing heißt es für die Hunderte Millionen junger Spieler in China seit dem 30.08.2021: keine Videospiele mehr während der Schulwoche. So sei dies aber nicht nur auf Werktage festgelegt worden. Denn selbst für Freitage, Wochenenden und Feiertage haben die Behörden die Zeit, welche Minderjährige online mit Spielen verbringen dürfen, auf je eine Stunde eingeschränkt. So habe Peking am Montag laut Staatsmedien diese neuen Vorschriften erlassen, um die Videospielsucht bei den Jugendlichen einzuschränken. Die Spielsucht werde als Ursache für gesellschaftliche Missstände gesehen und lenke junge Menschen zu sehr von ihren Schul- und Familienpflichten ab. In Zukunft dürfen Onlinespiele daher freitags, samstags, sonntags sowie an Feiertagen jeweils nur noch von 20 bis 21 Uhr genutzt werden. Bislang durften Minderjährige täglich 1,5 Stunden sowie drei Stunden an Ferientagen gespielt.

Die Behörden haben eine strengere Überprüfung von den Videospiel-Unternehmen erfordet, damit in Zukunft die neuen Regeln eingehaltet werden können. Laut China.Table Professional Briefing wird auf genauere Details nicht eingegangen. Des Weiteren wird berichtet, dass das Videospiel-Unternehmen Tencent auf Gesichtserkennung beruht habe, um die Spielzeit der spielenden Minderjährigen zu verringern. Diese Maßnahme sei zur Geltung gekommen, als Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping den Druck auf die Behörden erhöhte habe, womit er vor den Gefahren von Spielsucht bei Jugendlichen warnte.

Laut des Wall Street Journals hätten die Behörden die Ausgabe von Videospiellizenzen für knapp neun Monate eingestellt, was Tencent mehr als eine Milliarde US-Dollar an Umsatzeinbußen kostete. Chinas Hauptstadt Peking greife momentan hart zu, nachdem der Bereich im Laufe der Jahre immer einflussreicher wurde.