25.11.2021: Zu sehen ist die Verleihung des Awards Digitale Bildung in Passau. Auf diesem Foto befinden sich von links nach rechts der stellvertretender Schulleiter Franz Stempfer, die Gewinnerin Susi Riederer, der Geschäftsführer der Zukunft Digitalen Bildung Nicolas Colsman, die Schulleiterin Marion Katzbichler und der Gewinner Marc-Andree Hennekes. Im Hintergrund befinden sich die Schüler:innen der Dreiflüsse Realschule Passau.

Vom 22. bis zum 26. November war es so weit: Die deutschlandweite Tour des Awards Digitale Bildung fand statt. Das Team der ehrenamtlichen Organisation Zukunft Digitale Bildung fuhr eine Woche lang quer durch die gesamte Bundesrepublik, um zum ersten Mal in der Geschichte des Unternehmens ihren Preis für die innovativsten und nachhaltigsten Digitalisierungskonzepte an Schulen zu verleihen. Eine Woche lang besuchte ein Team der ZDB täglich eine andere Schule, um Lehrkräfte zu ehren, die die Digitalisierung im Unterricht praktisch umsetzen.

Der Award Digitale Bildung

Der Award Digitale Bildung ist eine neu geschaffene Prämierung, die Lehrkräfte, Konzepte oder Programme ehren soll, die einen digital gestalteten Schulunterricht ermöglichen. Dabei existieren zwei verschiedene Arten des Awards: Der Visions- und der Individualpreis. Beim Visionspreis werden zukunftsträchtige Ideen und Ausführungen im Bereich der schulischen Digitalisierung gewürdigt. Beim Individualpreis hingegen werden Lehrkräfte belohnt, die digitale Medien effektiv im Unterricht verwenden. Dabei werden die Personen von Schüler:innen, Eltern oder Kolleg:innen nominiert. Beide Preisarten besitzen drei verschiedene Kategorien: Primar-, Sekundar- und Berufsschule. Folglich wird der Award insgesamt sechsmal verliehen. Der Award wird zwar nicht mit Geld vergütet, dafür erhalten die Gewinner:innen neben der Anerkennung ihrer Leistung Hardware, technisches Equipment und Gutscheine als Geschenk.

Der Ablauf der einwöchigen Preisverleihung

Zu sehen ist die Preisverleihung des Awards Digitale Bildung in Heide. Auf dem Bild befinden sich von links nach rechts die Kreispräsidentin Ute Borwiek-Dethlefs, der Geschäftsführer der Zukunft Digitale Bildung Nicolas Colsman, der erste Gewinner des Individualpreises Ralf Appelt und die Schulleiterin Monika Raguse.

22.11.2021: Zu sehen ist die Preisverleihung des Awards Digitale Bildung in Heide. Auf dem Bild befinden sich von links nach rechts die Kreispräsidentin Ute Borwiek-Dethlefs, der Geschäftsführer der Zukunft Digitale Bildung Nicolas Colsman, der erste Gewinner des Individualpreises Ralf Appelt und die Schulleiterin Monika Raguse.

Ursprünglich war eine große Preisverleihung geplant, bei der Kandidaten, politische Repräsentanten und Presseberichterstatter:innen zusammenkommen sollten. In Anbetracht der derzeitigen epidemischen Lage musste diese aber ausfallen. Stattdessen reagierte die ehrenamtliche Organisation auf diese Umstände, indem sie die Auszeichnung in die Schulen der Kandidaten verlegte. Auf diese flexible Lösungsidee folgte die Award-Tour.

Den Anfang machte am 22. November 2021 das BerufsBildungsZentrum in Heide im Landkreis Dithmarschen. Dort wurde der medienaffine Lehrer und Pädagoge Ralf Appelt für seine technische Verwirklichung der Digitalisierung geehrt. Am nächsten Tag folgten in der Arnold-Bode-Schule in Kassel Florian Bagus und Norman Seeliger, die für ihr Konzept “smart PAPER” ausgezeichnet wurden, und in der St. Ida Grundschule in Herzfeld die Rektorin Danielle Thomas mit ihrem gesamten Kollegium, das sich vor allem durch ihre Umsetzung des Distanzunterrichts hervortat. Am Mittwoch begab sich das Team des Award Digitale Bildung nach Holzwickede zur Dudenrothschule, um den Lehrer Jan Günther zu treffen, der für seine Schüler:innen immer wieder Lernvideos erstellt und im Internet hochlädt. Dafür wurde er von den Eltern seiner Schüler:innen für den Award nominiert. Der nächste Preis wurde am Donnerstag in der Dreiflüsse-Realschule in Passau an die Marc-Andree Hennekes und Susi Riederer. Beide bilden Schüler:innen in Seminaren zu Media Coaches aus. Den letzten Award erhielt Sarah-Maria Saar am Freitag in Trier. Sie ist Lehrerin am Bischöflichen Angela-Merici-Gymnasium und für ihre flexiblen Anpassungen auf den ständigen Wechsel zwischen Präsenzunterricht und Homeschooling erhielt sie den Individualpreis in der Kategorie Sekundarschule. Die konkreten Daten, Konzepte und Meinungen der Gewinner:innen werden in kommenden Interview-Beiträgen demnächst hier auf Lehrer-News genauer behandelt.

Zu sehen ist von links nach rechts: der Bundestagsabgeorndeter Oliver Kaczmarek, der Beigeordneter der Gemeinde Bernd Kasischke, der Preisträger Jan Günther, der geschöftsführer der ZDB Nicolas Colsman, die Schulrätin Christine Raunser, die Schulleiterin Katja Buschsieweke und die Elternvertreterin Sabrina Nölken.

24.11.2021: Zu sehen ist die Preisverleihung des Awards Digitale Bildung in Holzwickede. Zu sehen sind von links nach rechts der Bundestagsabgeorndeter Oliver Kaczmarek, der Beigeordneter der Gemeinde Bernd Kasischke, der Preisträger Jan Günther, der Geschäftsführer der Zukunft Digitalen Bildung Nicolas Colsman, die Schulrätin Christine Raunser, die Schulleiterin Katja Buschsieweke und die Elternvertreterin Sabrina Nölken.

Die einzelnen Abläufe der jeweiligen Preisverleihungen liefen ähnlich strukturiert ab. Bei den Veranstaltungen waren neben den Gewinner:innen Lehrkräfte, Schüler:innen, Rektor:innen, Bürgermeister:innen, Pressevertreter:innen und Abgeordnete anwesend. So war beispielsweise der Bundestagsabgeordneter Oliver Kaczmarek in Holzwickede oder die Hessische Niedersächsische Allgemeine Tageszeitung in Kassel zugegen. Während der Auszeichnungen fanden neben der eigentlichen Preisübergaben auch themenbezogene Gespräche statt, Informationen wurden ausgetauscht, neue Kontakte wurden geknüpft, Reden und Ansprachen wurden gehalten und Bilder wurden geschossen. Menschen aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten versammelten sich, da sie das gleiche Ziel teilen: das Verbessern der Lehrmethoden durch die Verwendung von digitalen Medien.

Das Ziel des Awards

Diese Zusammenkünfte dienten nicht nur der Ehrung der Gewinner:innen, sondern auch dem kollektiven Austausch über Digitalisierungskonzepte und -umsetzungen. Der Award Digitale Bildung hat die Aufgabe, die Digitalisierung von Schulen in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Er soll die breite Masse der Bevölkerung auf die Defizite im Unterricht aufmerksam machen. Gleichzeitig werden durch die Preisverleihungen erfolgreiche Lösungsansätze präsentiert. Durch die Würdigungen wird die jeweilige Effektivität eines Konzepts beurteilt. Folglich zeichnet der Award Digitale Bildung nicht nur Beiträge zur Digitalisierung von Schulen aus, er selbst ist ein Beitrag an sich. Aufgrund des Erfolgs des Awards Digitale Bildung kann man davon ausgehen, dass die Prämierung im nächsten Jahr wiederkommen wird.

Was ist Deine Meinung zum Award Digitale Bildung? Wenn Du auch Ideen hast, wie man die Digitalisierung des Schulunterrichts voranbringen kann, dann lass es uns gerne in den Kommentaren wissen. Falls Du noch nach weiteren, interessanten Beiträgen zu den Themen Schule, Bildung und Digitalisierung suchst, dann findest Du hier einen Artikel mit einer Zwischenbilanz zum Digitalpakt 2019-2024 und hier findest du Hinweise, mit welchen Mitteln man die Digitalisierung ganz leicht im Schulalltag umsetzen kann.