Auch in diesem Jahr, fand das gemeinsame Projekt Digital macht Schule der Behörde für Schule und Berufsbildung in Hamburg wieder statt. Die Behörde für Schule und Berufsbildung arbeitete wieder mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung und der Joachim Herz Stiftung zusammen. Das Projekt richtet sich insbesondere an die Hamburger Lehrkräfte mit dem Ziel, Hamburger Schulen im digitalen Wandel zu unterstützen. Am 18. und 19. August hatten sich über 1000 Hamburger Lehrkräfte in 50 Workshops und anschließenden Diskussionsrunden mit dem Thema Bildung in der digitalen Welt auseinandergesetzt.

Teilnahmevoraussetzung für interessierte Schulen

Den grundlegenden Informationen zur Ausschreibung des allerersten Auftakt-Workshops des Projekts im Jahr 2019, lassen sich die Teilnahmevoraussetzungen für interessierte Schulen entnehmen. Demnach konnten sich bereits 2019 bis zu 20 Hamburger Schulen um die Aufnahme in das Projekt bewerben. Dringende Voraussetzung war, dass diese Schulen schon erste Schritte in die Entwicklung einer digitalen Schule unternommen hatten. Auch Schulen, die zumindest die Notwendigkeit gesehen haben, die nötigen Veränderungsprozesse einzuleiten, konnten sich für eine Teilnahme qualifizieren. Das heißt, dass sich die Angebote des Projekts schon zu seinem Auftakt nicht nur an die Vorreiterschulen Deutschlands in Bezug auf Digitalisierung gerichtet haben. Vielmehr soll das Ziel des Projekts neben finanzieller Unterstützung und der gemeinsamen Arbeit an den neuen Fragestellungen im Zeitalter der Digitalisierung, auch die Vernetzung und der Austausch zwischen unterschiedlichen Schulen sein. Werden Schulen in das Cluster des Projekts aufgenommen, erhalten sie alle Beratungsangebote, finanzielle Fördermittel von bis zu 20 000 Euro, sogar zusätzliche Personalressourcen für die Dauer von zwei Schuljahren.

Fördergelder für das Projekt und Anpassungen durch die Corona-Pandemie

Die Joachim Herz Stiftung hatte das Projekt mit 500.000 Euro gefördert, während die Schulbehörde Personalmittel im Wert von 700.000 Euro für beteiligte Schulen und das Projekt mit einbrachte. In der Pilotphase bestand das Schulcluster zunächst aus nur 20 ausgewählten Hamburger Schulen, die über den Zeitraum des Projekts vor allem Fortbildungs- und Vernetzungsangebote als Hilfsmittel für die Entwicklung der digitalen Lehre an die Hand bekamen. Das Netzwerk aus den ersten 20 Schulen hatte verschiedene Handlungsfelder für die Entwicklung der Schulen herausgearbeitet:

  • Lernen & Lehren
  • Fortbildung & Weiterbildung 
  • Prozesse & Organisation 
  • Hardware & Software 
Infographik mit Zahlen zum Projekt "Digital macht Schule"

Zu den vier genannten Handlungsfeldern wiederum wurden mithilfe der Konzepte der 20 Pilotschulen Blended Learning Kurse entwickelt. Diese konnten im Schuljahr 2020/21 erstmals absolviert werden und bieten den Vorteil, dass sie klassische Fortbildungen mit digitalen Lernmodellen mischen. So können auch in der aktuellen Corona-Pandemie die Qualifizierungsangebote des Projekts “Digital macht Schule” weiterhin wahrgenommen werden. 

Die Kurse umfassen etwa 30 Arbeitsstunden. Dabei bekommen die Schulen sogar die Möglichkeit, ein Projekt zu erstellen, dass sie im Anschluss an die Kurse sogar schon an der eigenen Schule umsetzen können. Auch Referent:innen werden im Rahmen des Projekts eingeladen und teilen ihre Erfahrungen mit den teilnehmenden Lehrkräften.

Nachhaltig wachsendes Interesse der Schulen am Projekt “Digital macht Schule”

Laptop, der eine Graphik zeigt

Während im vergangen Schuljahr (2020/21) 80 neue Schulen in Hamburg, darunter 40 Grundschulen und 40 Stadtteilschulen und Gymnasien, das Qualifizierungsangebot des Projekts „Digital macht Schule“ (DmS) wahrgenommen und erfolgreich absolviert hatten, erweitert sich das Cluster im neuen Schuljahr (2021/22) sogar noch um 40 weitere Schulen. Für Hamburg ist das eine gute Bilanz – immerhin schon 140 Schulen aller Schulformen in Hamburg bauen damit ihre digitale Expertise für den Unterricht stetig aus.

Tatsächlich ist das Projekt „Digital macht Schule“ nicht das erste größere Kooperationsprojekt zwischen der Joachim Herz Stiftung und der Schulbehörde. Bereits seit 2018 betreibt und unterstützt die Stiftung nämlich eine Internetplattform, das sogenannte „digital.learning.lab“. Über diese Plattformen können Lehrkräfte für andere Lehrkräfte erfolgreiche und bewährte Unterrichtsbausteine und Unterrichtsbeispiele für den Umgang mit digitalen Medien und die Integration dieser in den Unterricht für alle Schulfächer vorstellen. Das Material ist seit 2018 öffentlich zugänglich und wird in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Hamburg gestaltet.

Was haltet Ihr von Förderprojekten wie “Digital macht Schule”? Sollten diese auch in anderen Bundesländern eingeführt werden?  Lasst uns Eure Meinung gerne in den Kommentaren da!