Mittlerweile musste in allen Bereichen des Berufslebens viel auf digitaler Ebene möglich gemacht werden. Um diese Umstellung zu vereinfachen haben viele Hersteller digitale Plattformen entwickelt, mit denen es vereinfacht werden soll, die Kommunikation auch von zu Hause aus so professionell wie möglich zu  gestalten.Bei bereits bestehenden Plattformen sind gerade durch diesen großen Andrang die Benutzerzahlen förmlich durch die Decke gegangen. So auch bei der Plattform “Loom”, die es ermöglicht die Aufnahme des Bildschirms mit  der Kamera zu verbinden. So erschafft sie eine ganz neue Videomöglichkeit. Aber was ist eigentlich Loom und in wie fern ist es auch für den Schulunterricht zu gebrauchen?

Was ist Loom?

Loom ist eine im Jahr 2015 entstandene Online Plattform, mit der Videos erstellt werde können. Diese können besonders in Bildungseinrichtungen oder in Unternehmen eine große Hilfe sein und  als Videonachrichten versendet werden. Diese Videonachrichten funktioniert wie folgt: Der Bildschirm wird aufgenommen und zudem erscheint eine kleine Blase am Bildschirmrand, in der der Ersteller des Videos zu sehen und zu hören ist. Klingt einfach? Ist es auch! So kann es beispielsweise Lehrer:innen erheblich erleichtert werden ihren Schüler:innen auch Online immer mit Erklärungen zur Seite zu stehen. Die aufgezeichneten Videos werden auf der Plattform gespeichert, wodurch es nicht nötig ist sie auf einer anderen Plattform hochzuladen. Hierbei  ist es nicht erforderlich sich ein Konto auf der Plattform zu erstellen, um auf die hochgeladenen Inhalte zugreifen zu können. Um den Zugriff auf Inhalte auch für nicht registrierte Personen möglich zu machen muss lediglich der Link des Videos geteilt werden. Auch auf der Plattform kann der Zugriff auf die selbst erstellten Videos für ausgewählte Personen eingeschränkt werden.  Die Anzeige des Videos kann auf ausgewählte E-Mail Adressen beschränkt und zusätzlich mit einem Passwort Zugriffs gesichert werden.

Der Ersteller eines Videos hat Überblick darüber wer wie lange dran geblieben ist. Außerdem haben die Zuschauer:innen die Möglichkeit mit Kommentaren oder Emojis auf das Video zu reagieren. So kann zum einen ein Meinungsbild des Teams entstehen, aber auch die Qualität und Nutzen des eigenen Videos besser eingeschätzt werden.

Zu sehen ist eine Frau, die an einem Schreibtisch vor dem Computer sitzt und lächelnd winkt.

Anwendung und Vorteile

Aufgenommen werden können die zuvor beschriebenen Videobotschaften auf drei verschiedene Art und Weisen. Mit der Auswahl Bildschirm+Kamera kann die Aufnahme des Bildschirms mit der der Kamera verbunden werden. So können wie oben beschriebene Videonachrichten erstellte und geteilt werden. Natürlich funktioniert diese Anwendung auch, wenn man sich selbst nicht mit auf der Bildschirmaufnahme zu sehen haben will. In diesem Fall muss bei den Anwendungen nur “Bildschirm” gewählt werden. Bei dieser Option wird die Webcam zu keinem Zeitpunkt verwendet aber es kann dennoch die Stimme des Erstellers im Hintergrund zu hören sein, wenn es so gewollt ist. Die Letzte, nun wahrscheinlich selbsterklärende Option, ist die alleinige Nutzung der Kamera. Hier kann ein Video aufgenommen werden, welches nicht den Bildschirm, sondern nur das WebCam Video des Erstellers aufzeichnet.

Vorteile

Doch was sind nun eigentlich die Vorteile bei Loom und Unterscheidungsmerkmale von anderen Plattformen mit ähnlichen FunktionenDurch die zuvor so nicht vorhandene Videotechnik kann sehr klares und gezieltes Feedback gegeben werden. Dies kann mit Loom sehr präzise und strukturiert stattfinden, da der Ansprechpartner beispielsweise direkt neben dem besprochenen Dokument erscheint. Da es sich hier nicht um eine Live Übertragung handelt, kann die Botschaft, welche vermittelt werden möchte deutlich und ohne plötzliche Unterbrechungen rübergebracht werden. Auf beiden Seiten, sowohl auf der des Senders, als auch auf der des Empfängers herrscht dadurch Klarheit. Jeder weiß, in welchem Bezug die Worte oder Fragen stehen. Zudem ist auch ohne ein nötiges Telefonat die menschliche Komponente vertreten, was das ganze einerseits sehr bequem und praktisch für die Nutzer:innen macht, im Homeoffice aber trotzdem ein Gefühl der persönlichen Zusammenarbeit vermittelt. Außerdem fördern die geteilten Ordner mit hochgeladenen Videos die transparente Zusammenarbeit eines Teams. Durch die Möglichkeit gezielt auf Probleme einzugehen und diese direkt für alle sichtbar zu machen können Probleme schneller erkannt und zudem von allen Beteiligten wahrgenommen und gelöst werden.

In folgendem Video können besonders Lehrer:innen mehr über die Anwendung von Loom im Unterricht erfahren und wie mit der Plattform umzugehen ist.

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Loom for Education

Gerade für die Anwendung in der Schule bietet sich Loom sehr gut an. Mit “Loom for Education” kann ein digitales Klassenzimmer erstellen werden, in dem Lehrkräfte ganze Unterrichtsstunden abhalten können. Präsentationen können vorgestellt werden und anschließend in geteilten Ordnern für alle Schüler:innen sichtbar hochgeladen werden. Hier können Diese sich die abgehaltenen Unterrichtsstunden sogar mehrfach anschauen, wodurch Unklarheiten und Schwierigkeiten weniger entstehen und außerdem schneller erkannt werden. Um das Feedback möglichst deutlich rüber zu bringen, können Wörter im Video unterstrichen werden oder Symbole dazu gemalt werden. Lehrer:innen  können sich Loom for Education gratis herunterladen und einen Account mit ihrer Unterrichts Mail Adresse erstellen. Nun ist es Ihnen möglich, unbeschränkt Videos hochzuladen, mit bis zu 45 Minuten Länge. Die Schüler:innen hingegen brauchen keinen eigenen Account, um Zugriff auf die Videos zu erlangen. Durch das Teilen des Videolinks und Zulassung der E-Mail Adressen kann sich jeder die Videos anschauen. Um das digitale Klassenzimmer so realistisch wie möglich zu gestalten und Struktur beizubehalten können die Videos in Themen unterteilt, in verschiedenen Ordnern und Galerien einsortiert und geteilt werden. 

Was ist Deine Meinung zu Loom und  hast Du vielleicht sogar schon Erfahrungen mit der Plattform gesammelt? Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen! Mehr Informationen rund um das Thema Digitalisierung und Unterricht findest du hier und hier.