Die Pandemie hat mal wieder gezeigt wie wichtig es ist, zwischen der Wahrheit und Falsch-Nachrichten unterscheiden zu können. Viele Menschen haben noch Probleme damit und fallen auf Halbwahrheiten in den Medien herein. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger schon in der Schule über dieses Thema zu sprechen und den Schüler:innen eine gewisse Nachrichtenkompetenz zu vermitteln. 

Die Initiative Journalismus macht Schule will genau diese Probleme beheben und will Schulen helfen, Erfahrungen und Unterrichtsmaterialien zu sammeln. Außerdem wollen sie Unterrichtsbesuche von Journalist:innen ermöglichen, damit diese den Schüler:innen aus erster Hand berichten können, worauf sie beim Konsumieren von Nachrichten achten sollten.

Wie stark  wird das Thema im deutschen Schulsystem behandelt?

Eine Studie des Instituts für Kommunikationswissenschaften (IFK) untersuchte die Voraussetzungen für eine nachrichtenkompetente Ausbildung an Schulen. Hierfür wurden mit Hilfe einer Inhaltsanalyse, die politischen Vorgaben seitens der Kultusministerkonferenz, Lehrpläne der Bundesländer, Unterrichtsmaterialien in Schulbüchern, Projektbeschreibungen von Landesmedienanstalten, sowie Studienordnungen von Lehramtstudiengängen untersucht. Außerdem wurden in einer Befragung die medienpädagogischen Einstellungen und Kompetenzen von Lehramtsstudierenden in höheren Semestern erhoben. 

Das Ergebnis der Studie zeigt, dass auf keiner der untersuchten Ebenen des deutschen Schulsystems die Nachrichtenkompetenz angemessen und ausreichend beachtet wird. Die Initiative „Journalismus macht Schule“ möchte dies ändern. 

Was will die Initiative “Journalismus macht Schule” bewirken?

Ziel der Initiative ist, dass Schüler:innen mit Hilfe von Journalist:innen und Lehrkräften zu kompetenten Akteuren in der demokratischen Öffentlichkeit werden. Schüler:innen sollen lernen, präzise im Netz zu recherchieren sowie Informationen verantwortungsvoll verbreiten zu können. Beispielsweise beim Erstellen von eigenen Blogs und Videos in der Schülerzeitung oder auch den sozialen Netzwerken. 

Um dieses Ziel zu erreichen, haben sie verschiedene Unterrichtsmaterialien zusammengestellt. Hierfür hat die ehemalige Journalistin und Lehrerin Kerstin Schröter ein Dokument erstellt, indem sie zu zehn Themen, von verschiedenen Medien, Wissenstests, Tutorials und Arbeitsblätter ausgewählt und unterschieden hat, für welche Fächer sich diese eignen. Dieses Unterrichtsmaterial kann von Lehrer:innen verwendet werden, um die Nachrichtenkompetenz ihrer Schüler:innen zu steigern und um über das Thema aufzuklären. 

Zur weiteren Förderung der Medienkompetenz an Schulen dient ein bundesweiter Kongress, welcher am 1. und 2. April 2022 in Berlin stattfindet. Das Motto: „Nachrichtenkompetenz lehren – Medienkompetenz lernen“. An diesem Kongress nehmen viele Journalist:innen, Lehrer:innen, Medienpädagoge:innen und Wissenschaftler:innen teil. Unter Anderem werden hier Fragen beantworten, wie: „Wie bekommt man das Thema in den Unterrichtsalltag?“ oder „Wie machen wir Jugendliche zu kompetenten Mediennutzern?“. Das Programm und wie man sich anmelden kann findest du hier

Mit Hilfe der Unterrichtsbesuche von Journalist:innen, der verschiedenen Unterrichtsmaterialien und weiteren Kongressen auf bundesweiter Ebene, kann und muss das Thema Nachrichtenkompetenz an Schulen immer mehr an Aufmerksamkeit erlangen. In Zeiten, in denen Medien immer leichter zugänglich werden und das Konsumieren von Nachrichten so einfach wie noch nie ist, muss Schüler:innen ein gewisses Bewusstsein vermittelt werden, mit Informationen umzugehen. Es ist wichtig, dass sie zwischen der Wahrheit und Falschinformationen unterscheiden können. Die Initiative „Journalismus macht Schule“ bietet Schulen eine gute Unterstützung dabei, dieses wichtige Thema in den Schulalltag zu integrieren. Mehr Informationen zu dieser Organisation findest du hier.

 

Wie seht ihr das? Ist die Initiative „Journalismus macht Schule“ ein guter Weg, um Schulen und Lehrkräften dabei zu helfen, das Thema Nachrichtenkompetenz in den Schulalltag zu integrieren?