World Wildlife Day: Klimawandel und Artenschutz an Schulen

Heutzutage ist das Thema Nachhaltigkeit aus den Medien und der Politik kaum noch wegzudenken. Auch in Schulen erlangt das Thema immer mehr an Aufmerksamkeit. Schüler:innen sind motiviert sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und nachhaltig etwas zu verändern. Es gibt immer mehr Schulen, die zu einer Umweltschule werden wollen, um die Welt für zukünftige Generationen zu verbessern. Wie Ihr dieses Ziel am Besten umsetzen könnt, erfahrt Ihr in diesem Artikel!

Was ist der World Wildlife Day?

Am World Wildlife Day soll an das Thema Artenschutz erinnert werden. Er findet jährlich am 3. März statt und das schon seit dem Jahre 1973. Eingeführt wurde dieser Tag, da Tausende Arten von wild lebenden Tieren bedroht sind. Hierfür gibt es mehrere Gründe. Zum einen sind sie durch Handelsinteressen gefährdet, zum anderen durch den Klimawandel. In Schulen wird das Thema Klimawandel immer mehr besprochen. Schüler:innen starten Projekte um den Auswirkungen des steigenden Klimas nachhaltig entgegenzuwirken. Laut der weltweit bekannten Stiftung World Wide Fund for Nature ist der Klimaschutz ein entscheidender Faktor für den Artenschutz. Den Klimawandel und dessen Folgen in Schulen schon relativ früh in den jungen Klassen anzusprechen ist daher sehr wichtig, um den gefährdeten Tierarten zu helfen.

 

Die Folgen der Erderwärmung für wildlebende Arten:

Täglich verschwinden 150 Tier- und Pflanzenarten von der Erdoberfläche. Der Hauptgrund dafür ist der Klimawandel. Das Ergebnis einer Studie des WWF und der Universität East Anglia in Großbritannien besagt, dass bis zum Jahr 2080 jede zweite Art aus den untersuchten Gebieten verschwinden wird. Das muss verhindert werden! Die menschengemachten Emissionen an Treibhausgasen dürfen nicht wie bisher fortschreiten und unser Klima weiterhin verschlechtern.

Welche Projekte gibt es an Schulen?

Die erste bis dritte Klasse der deutsch-polnischen Willy-Brandt-Schule in Warschau ist 2018 dem WWF-Bildungsprogramm beigetreten. Dieses Programm unterstützt gefährdete Tierarten. Es beinhaltet Lernmaterialien rund um das Thema Tierschutz und ist auch für jüngere Klassenstufen geeignet. Neben dem WWF-Bildungsprogramm gibt es die „Umweltschule – Lernen und Handeln für unsere Zukunft“. Diese Auszeichnung können Schulen erlangen, wenn sie ihren Schüler:innen ein Umweltbewusstsein vermitteln. Wenn Schulen ein besonderes Engagement im Bereich Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung zeigen, erhalten sie vom Kultus- und Umweltministerium diese Auszeichnung. Schulen müssen verschiedene Projekte durchführen, um den Kriterien gerecht und als Umweltschule ausgezeichnet zu werden. Darunter sollen die Schulgeländer umweltfreundlicher anhand von Solarstromversorgungen, das Anpflanzen von Bäumen, sowie einem schuleigenen Garten gestaltet werden. 

Die Organisation Wilderness International bietet zur Verwirklichung von Umweltprojekten Spenden an. Diese sammeln sie durch Sponsoren bei einem “Wildernis-Lauf”. 20 % dieser Spenden können Schulen für schuleigene Umweltprojekte bei ihnen abrufen. Zusammen mit Wilderness International werden dann beispielsweise naturnahe Lebensräume für einheimische Arten gestaltet und Schulfassaden und Innenräume begrünt. Außerdem werden Projekte außerhalb der Schule unterstützt. Schüler:innen können in verschiedenen Biotopen Tierarten beobachten und Pflanzen, Wasser und Boden erforschen. 

Weitere Informationen dazu erhaltet Ihr hier.

Was können Schulen für den Klima- und Artenschutz tun?

“Am Ende schützen wir nur, was wir lieben, und wir lieben nur, was wir verstehen,  und wir verstehen nur, was wir kennengelernt haben.” – Baba Dioum.

  • Das Thema Nachhaltigkeit, insbesondere der Klimawandel, muss im Schulcurriculum, im Schulleben und in der Schulkultur präsent sein. 
  • Es soll zum Schulalltag dazu gehören – sei es durch konkrete Mülltrennung, eine Garten-AG, die täglich die Pflanzen im Schulgarten gießen oder durch die Unterstützung von Tierschutzorganisationen.
  • Es ist wichtig, den Klimawandel in Schulen zu behandeln und den Schüler:innen beizubringen, was der Klimawandel überhaupt ist.
  • Die Lehrkräfte sollen Schüler:innen bewusst machen, wie und wieso es wichtig ist unser Klima zu schützen und welche Folgen es hat, wenn man es nicht tut. 
  • Schüler:innen muss ein Umweltbewusstsein vermittelt werden und sie müssen auch verstehen können wieso dieses Thema so wichtig ist.

Der Klimaschutz ist ausschlaggebend bei der Rettung von möglichst vielen Tier- und Pflanzenarten. Für die Rettung unseres Planeten, wie wir ihn kennen. Daher ist es umso wichtiger schon im frühen Alter ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, wie wichtig es ist unsere Welt zu schützen und den weiteren Temperaturanstieg und das damit verbundene Artensterben zu verhindern. 

Wie seht Ihr das? Muss das Thema Nachhaltigkeit und der Klima- und Artenschutz noch mehr Aufmerksamkeit erlangen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen! Weitere Artikel zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung und Klimawandel findet Ihr hier und hier!