Langsam sinkende Corona-Zahlen sollen zu Lockerungen führen

Die Corona-Pandemie schränkt das öffentliche Leben weiterhin ein. Seitens der Schüler:innen und anderen Akteur:innen werden Änderungen sowie Lockerungen der bestehenden Maßnahmen gefordert. Die Statistik zu den aktuellen Corona-Zahlen, abgebildet in dem Säulendiagramm in der Abbildung oben, zeigt, dass wir durch die Omikron-Variante gleich nach Neujahr zu Beginn des Jahres mit einem Aufschwung an Neuinfektionen zu kämpfen hatten.

Corona- Lockerungen: Die täglich gemeldeten Neuinfektionen und Todesfälle mit dem Coronavirus von Januar 2020 bis zum 07. März 2022.

In dieser Statistik kann erkannt werden, dass die Zahlen der Neuinfektionen in Deutschland langsam absinken. Somit lag die Zahl der Neuinfektionen am 07. März bei 78. 428, während die Zahl am 01. März noch bei 122. 111 lag. Schwankungen sind jedoch auch täglich zu erkennen. Aufgrund dieser langsam sinkenden Infektionszahlen möchte eine Reihe von Bundesländern nun ab März ihre Corona-Regelungen lockern. Von diesen Lockerungen ist natürlich auch der Schulunterricht betroffen. Doch wo genau und in welchem Ausmaß ändern sich die Corona-Maßnahmen aktuell an deutschen Schulen?

Viele Bundesländer möchten die Corona-Maßnahmen an Schulen lockern

Diverse Minister:innen der Länder geben als Begründung für die Lockerungen im Unterricht sinkende Infektions- und Quarantänezahlen an Schulen an. Der folgende Abschnitt soll einen Überblick zu den allen aktuellen Maßnahmen und Lockerungen in allen Bundesländern bieten.

Corona- Lockerungen: Statistik zur 7-Tage-Inzidenz für Hessen seit Januar 2020 bis März 2022.

Die Statistik in der Abbildung oben zeigt, dass die Zahlen der Neuinfektionen in Hessen langsam sinken. Somit lag die Zahl der 7-Tage-Inzidenz am 08. März bei 933 Personen. Aufgrund dieser sinkenden Zahlen entfiel bereits ab dem 07. März laut dem Kultusminister Alexander Lorz (CDU) die Maskenpflicht am Sitzplatz im Unterricht. Diesem Prozess der Lockerungen schließen sich außerdem die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt an, in denen die Maskenpflicht Anfang März im Unterricht ebenfalls wegfällt und die Tests pro Woche gemindert werden. In Rheinland-Pfalz müssen Schüler:innen der Grund- und Förderschulen ab dem 14. März keine Masken mehr am Sitzplatz tragen und in allen Jahrgangsstufen soll die Maskenpflicht im Musik- und Sportunterricht wegfallen. Auch in Bayern soll die Maskenpflicht laut Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wegfallen, jedoch nur im Sportunterricht. 

Einige Bundesländer halten sich mit Lockerungen der Corona-Maßnahmen bis Ende März zurück

Statistik zur 7-Tage-Inzidenz für Thüringen seit Januar 2020 bis März 2022.

Im Vergleich zu den Zahlen in Hessen lassen sich im Bundesland Thüringen in der Statistik zu der 7-Tage-Inzidenz oben leider keine Abnahme der Corona-Neuinfektionen erkennen. Somit lagen die Zahlen damit am 08. März bei 1.525. Bereits Ende Februar gab Bildungsminister Helmut Holter (Linke) an, die strenge Masken- und Testpflicht vorerst bis zum 20. März beizubehalten. Auch Baden-Württemberg möchte frühestens erst ab dem 20. März lockern, sowie in Niedersachsen und auch in Schleswig-Holstein. In Berlin, Brandenburg, Bremen und Nordrhein-Westfalen wird die Maskenpflicht und das serielle Testen in den Schulen vorerst ebenfalls beibehalten, Diskussionen zu Lockerungen stehen jedoch bereits. 

Bild zeigt ein Kind im Unterricht, das etwas zeichnet bzw. mitschreibt.

Weitere Änderungen der Corona-Maßnahmen an Schulen werden gefordert

Nicht zuletzt sind diese Lockerungen und Änderungen ein Resultat der Kritik verschiedener Akteur:innen, darunter Schüler:innen und Politiker:innen. So kritisiert der FDP-Bildungsexperte Matthias Fischbach, dass bayerische Schüler:innen keine angemessene Interessenvertretung besitzen und die Maßnahmen an Schulen schon längst veraltet seien. Weiterhin gibt es jedoch auch andere Forderungen. So geht aus einer Pressemitteilung der Senatskanzlei Berlin vom 01. März ein Gesetzesentwurf zur Anpassung schulrechtlicher Regelungen im Jahr 2021/22 hervor, der ein Wiederholungs- und Rücktrittsrecht für Berliner Schüler*innen vorsieht.

Wie seht Ihr das, sind diese Lockerungen der Maßnahmen an Schulen ein Prozess, der schon früher hätte eingeleitet werden sollen? Erwartet Ihr mehr Lockerungen, oder sollte es im Gegenteil, vor dem Hintergrund der Omikron-Variante, noch gar keine Lockerungen der Maßnahmen im Schulunterricht geben? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.