„Mathematik ist das Alphabet, mit dessen Hilfe Gott das Universum beschrieben hat“.

-Galileo Galilei.

Mathematik als Fach in der Schule gehört wohl zu denen, bei dem sich die Meinungen am meisten spalten. Die einen hassen es, die anderen lieben es. Doch sei es in der Schule, dem Alltag oder dem Beruf, irgendwie werden wir ja doch immer mit der Mathematik  konfrontiert. Doch wie viel bringt uns Mathe eigentlich, mal abgesehen von den persönlichen Präferenzen? Ist es auch im normalen Alltag unumgänglich?

Warum ist Mathe wichtig

Rechnen ist mit Lesen und Schreiben eine der wichtigsten Fähigkeiten, die wir erlernen. Denn die mathematische Kompetenz ist ein entscheidender Erfolgsfaktor im beruflichen und privaten Alltag“, sagt Claudia Abjörnson von der Stiftung Rechnen. Die Mathematik begegnet uns überall, auch ohne das wir es direkt bemerken. Beim Einkaufen, der Steuererklärung, bei der Computerarbeit oder beim Navigationsgerät im Auto. Überall werden wir mit rechnen und Zahlen konfrontiert.

Hierbei handelt es sich auf den ersten Blick zwar nicht um Aufgaben, die nicht ohne Hilfsmittel zu bewältigen sind, aber dennoch nimmt es uns die Leichtigkeit am Leben, wenn dies nicht der Fall ist. Wir können die Umwelt und alles was dazu gehört ohne das Verständnis von mathematischen Prozessen schlicht und einfach nicht begreifen. Denn die Mathematik hilft uns, analytisch zu denken. Heißt, dass es die Fähigkeit des Menschen stärkt, sich kritisch mit der Umwelt auseinander zu setzen und logisch und strukturiert auf Problemlösungen zu kommen. Dementsprechend hat ein Mensch, der mathematische Grundkenntnisse beherrscht es auch leichter im Leben. 

 

Zu sehen ist ein Füller, ein Lineal und ein Taschenrechner, die auf einem Karopapier liegen.

Was bringt die Mathematik im Berufsleben

Die internationale PIAAC-Studie der OECD zeigt, dass Grundwissen in Mathematik zu besseren Arbeitsplätzen und somit auch zu einem höheren Einkommen führt. Dementsprechend sieht es auch auf dem Arbeitsmarkt gut aus. Die durchschnittlichen Einstiegsgehälter für Mathematiker liegen im Jahr bei mehr als 40.000 Euro. Auch der Einstieg in das Berufsleben wird einem nicht schwer gemacht, denn kaum eine moderne Technik funktioniert heute noch ohne Mathematik. So gibt es vom Berater bis hin zum Ingenieur ein großes Berufsfeld, dass Mathematik Interessierten zur Auswahl steht. 

Wer hat die Nase vorn

Auch wenn der Mythos besteht, dass Jungen ein größeres Talent im Umgang mit Zahlen haben, beweist die Realität das Gegenteil: Laut der Pisa-Studie schnitten in Deutschland Mädchen zwar deutlich schlechter im Schulfach Mathematik zwar deutlich schlechter ab als ihre männlichen Altersgenossen, aber der Grund dafür liegt laut den Forschern entsprechend mehr an Rollenbild und  Umfeld, in dem Mädchen aufwachsen, als an ihrem Geschlecht. Denn hirnphysiologisch verfügen Mädchen und Jungen über gleiche Voraussetzungen, um gut in Mathematik abzuschneiden. Der vermeintliche Vorteil der Jungen gründet auf dem Tatbestand, dass ihnen sowohl zuhause, als auch in der Schule in der Regel mehr Beachtung im Zusammenhang mit diesem Thema geschenkt wird.

Die Erwartungshaltung in Sachen gute Leistung ist gegenüber Mädchen oft erheblich geringer als bei Jungen. Dies färbt auch auf die Kinder selbst ab, weshalb sich Jungen prinzipiell mehr in mathematischen Bereichen zutrauen. Mädchen hingegen neigen dazu, ihr eigenes Können zu unterschätzen. Die Erziehungswissenschaftlerin Sylvia Jahnke-Klein erläutert: „Wenn Mädchen in die Pubertät kommen, wollen sie sich nicht mehr mit etwas identifizieren, was männlich konnotiert ist.“ Sprich: Gut in Mathe sein ist unweiblich (…).

Es zeigt sich also, dass Mathematik alles andere als ein männlich dominierter Bereich ist. Es hat lediglich den Anschein. Befreit von  Normen und Vorurteilen stehen sowohl Jungen als auch Mädchen in diesem Bereich alle Türen offen.  Denn die Anlagen um erfolgreich zu werden, haben wir alle, sie müssen nur genutzt werden.

In folgendem Video wird erklärt, warum Mathe keine Männersache ist. Außerdem wird der spürbare Leistungsunterschied zwischen beiden Geschlechtern in der Schule erklärt und Tipps für Eltern gegeben, was sie dagegen tun können.

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Wie steht ihr zur Mathematik? Und wie schätzt ihr die Leistungsfähigkeit bei Jungen und Mädchen ein? Habt ihr vielleicht selbst Erfahrungen mit diesem Thema gemacht? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen! Einen Artikel zur Gleichberechtigung findet ihr hier.