Studierende der Medizinischen Hochschule Brandenburgs erklären Corona an Schulen

Lehrer News durfte die Medizinstudenten Julian Bauer und Jannis Schwanemann der Medizinischen Hochschule Brandenburgs an die Otto-Tschirch-Oberschule in Brandenburg begleiten. Dort erklärten sie vor allem den Schülerinnen und Schülern, aber natürlich auch den Lehrkräften, den Coronavirus SARS-CoV-2.

Medizinstudierende Corona

Jannis und Julian erklären die Notwendigkeit von Masken

Auf die Idee gekommen sind die Studierenden, weil eine Lehrerin der Otto-Tschirch-Oberschule Anfang des Schuljahres einen Schüler in der Klasse hatte, der behauptete, dass es Corona gar nicht gibt. Der Arzt der die Schule begleitet bat daraufhin die Studierenden um Hilfe. Daraus hat sich das Projekt „Studierende für Aufklärung“ in ganz Brandenburg an der Havel und darüber hinaus entwickelt. Diesmal sind wir wieder in der Otto-Tschirch-Oberschule, in der neunten Klasse von Frau Schwinning. Dort, während des Vortrages wechseln sich Julian und Jannis ab. Nach der Einführung und Vorstellung beginnt Julian Bauer mit den Grundlagen und erklärt den Schülerinnen und Schülern, warum es drei Begriffe, Covid19, Coronavirus und SARS-CoV-2 gibt.
Die Begründung ist tatsächlich recht einfach: Coronavirus bezeichnet den Typen und ist daher eine Recht ungenaue Bezeichnung, während SARS-CoV-2 und Covid-19 genau diesen einen Erreger benennen.

Für wen sind Viren überhaupt gefährlich?

Der Unterschied zwischen Viren und Bakterien

Jetzt ist Jannis Schwanemann dran. Er zeigt den Schülern, was ein Virus überhaupt ist. Und erklärt vor allem den Unterschied zu Bakterien: Viren können nicht ohne Wirtszelle überleben, während Bakterien eigenständige Lebewesen sind. Da Viren sich nicht selbst vermehren können befallen sie eine Wirtszelle und lassen ihr Erbgut von dieser vermehren.
Dabei gibt es sehr viele unterschiedliche Arten, wie Viren übertragen werden können. Bei Covid-19 ist der Hauptübertragungsweg die sogenannte Tröpfcheninfektion, bei der der Virus sich in den Tröpfchen, die z.B. beim Niesen ausgestoßen werden, befindet.Doch Vorsicht ist geboten, da dies nicht der einzige Übertragungsweg ist und eine Infektion, z.B über Aerosole nicht ausgeschlossen ist.

Wie gefährlich ist das Virus?

Doch wie gefährlich ist das Virus? Um diese Frage zu beantworten ist Julian wieder an der Reihe. Er zeigt den Schülerinnen und Schülern den Unterschied zu einem normalen Grippevirus. Dabei legt er besonders großen Wert auf den Unterschied zwischen Covid19 und einem normalen Grippevirus. Dabei wird deutlich, dass insbesondere durch die längere Inkubationszeit ein erhöhtes Ansteckungsrisiko besteht. Zusätzlich ist aller Wahrscheinlichkeit nach die Letalität des SARS-CoV-2 deutlich höher als bei der normalen Grippe. Doch trotz der Gefährlichkeit kann die Gefahr zur Ansteckung deutlich reduziert werden. Das Beste dabei ist, dass diese Regeln auch verhindern, dass andere Krankheiten sich ausbreiten. Die wichtigste und bekannteste ist wohl die AHA-Regel:

Abstand halten!

Hände Waschen!

Alltagsmaske tragen!

AHA-Regeln können die Infektionszahlen einschrenken. (Infografik der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)

Für Schulen wird dazu noch die AL Regel empfohlen: App installieren und lüften.

Medizinstudierende erklären Corona, das geht auch bei Euch!

Der Vortrag von Julian und Jannis war äußerst spannend und informativ. Die beiden haben stets die Schülerinnen und Schüler in ihren Vortrag integriert und konnten so deutlich machen, warum es wichtig ist eine Maske zu tragen und sich rücksichtsvoll zu verhalten.
Leider gibt es an der MHB nicht genug Studierende um alle Schulen Brandenburgs, geschweige denn Deutschlands mit dem Projekt abzudecken. Daher können sich Medizinstudierende des ganzen Landes über uns oder direkt an die Studierenden der MHB wenden, wenn sie mitmachen oder eigene Initiativen aufziehen wollen.
Also wenn Ihr oder jemand den Ihr kennt auch hellfen wollt, meldet Euch unter redaktion@lehrer-news.de!