“Weitere Wochen Chaos lernen” betitelt Spiegel online die aktuellsten Beschlüsse zum Unterrichtsgeschehen in der nächsten Zeit. Und tatsächlich ist es höchst unübersichtlich, welche Regelungen wo gelten. Am Dienstag Abend beschlossen die Bundeskanzlerin Angela Merkel und die sechzehn Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer, dass es eine restriktive Umsetzung der gemeinsamen Schulbeschlüsse geben sollte. Zum Beispiel soll die Präsenzpflicht mindestens bis zum 14. Februar aufgehoben bleiben. Dennoch haben einige Bundesländer ihre eigenen Vorstellungen von “restriktiver”. So will Baden-Württemberg, unter der Federführung von Ministerpräsident Kretschmann und Kultusministerin Eisenmann die Schulen ab dem ersten Februar nach und nach öffnen. In Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern sollen zumindest Grundschulkinder weiter zur Schule gehen können. Eine Pflicht gibt es nicht.

Schulen bleiben prinzipiell geschlossen.

Die Maßnahmen dienen dazu, das Infektionsrisiko und die Verbreitung des Coronavirus, insbesondere auch der neuen Mutationen, zu vermeiden. Der Hauptkritikpunkt an den Schließungen der Schulen ist, der Lernrückstand, der durch den Distanzunterricht entsteht. (Eine Befürchtung, die auf die schlechte digitale Infrastruktur im Land und an den Schulen zurückzuführen ist) Zusätzlich wird bemängelt, dass viele Kinder und Jugendliche weiterhin keine Möglichkeit haben auf regelmäßiger Basis Gleichaltrige zu treffen und sich sozial auszutauschen. Gleichzeitig entfällt mit dem Unterricht auch eine Möglichkeit häuslicher Gewalt zu entfliehen, wenn das notwendig ist. Dennoch besteht dank des zusätzlich eingeführten Homeoffice-Rechts wenigstens die Chance, dass ein größerer Teil der Kinder zu Hause betreut werden kann und die Sorge entfällt, dass Grundschulkinder alleine zu Hause bleiben.

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Lehrer beim Distanzunterricht – Symbolbild 

Lehrkräfte müssen Distanzunterricht geben

Doch was bedeutet das für Lehrkräfte? Leider immer noch eine gewisse Unsicherheit. Je nach Bundesland, Schulträger und Schulen kann es sein, dass Lehrkräfte für Notbetreuungen zur Verfügung stehen müssen. Dennoch könnt Ihr Euch eigentlich überall und für alle Schulformen darauf verlassen, dass Ihr noch für eine Weile Distanzunterricht geben müsst. (Ein paar Tipps dafür haben wir Euch bereits im Dezember zusammengestellt)

Wie geht Ihr mit den Regelungen und dem Distanzunterricht um? Schreibt es und in die Kommentare oder schickt uns eine Email an redaktion@lehrer-news.de!