Wie funktioniert unsere Welt? Wie erforschen Naturwissenschaftler*innen Phänomene und Zusammenhänge? Wie konstruieren Ingenieur*innen und Techniker*innen Maschinen, Verfahren und Infrastruktur?
Seit über zwölf Jahren suchen und finden wir im Rahmen des omega tau Podcasts  Antworten auf diese Fragen und nehmen unsere Hörer*innen mit auf die Reise in große und kleine Verästelungen des Wissenschaftskosmos. So sind rund 350 Interviews und Reportagen entstanden, in denen wir nachgehakt haben, bis wir keine Fragen mehr hatten. Und wir haben gemerkt: je genauer man hinschaut und hinhört, desto spannender wird’s.

Omega tau kann im Unterricht eigesetzt werden…

Zwar sprechen wir immer mit ausgewiesenen Experten und sind selbst auch ausgebildet in Ingenieurwissenschaften. Da wir aber bei allen Themen versuchen, die Erklärungen wirklich selbst zu verstehen und in den meisten Feldern auch nicht mehr als Schulwissen mitbringen, bleiben die Antworten verständlich, obwohl wir tiefer in die Themen eintauchen, als andere Formate das tun. Ein großer Vorteil dabei ist, dass wir völlig frei sind in der Länge unserer Episoden. Im Ergebnis sind es dann zwischen 40 Minuten und acht Stunden.
Es ist sicher nicht sinnvoll, omega tau Episoden während des Unterrichts in der Klasse gemeinsam anzuhören. Als Begleitmaterial für Lehrer*innen und Schüler*innen, vor allem in der Oberstufe, kann der Podcast aber wertvoll sein.

Omega Tau Flugzeug

Auf Omega Tau gibt es Folgen zu allen möglichen technischen und wissenschaftlichen Themen. Z.B. auch in der Luftfahrt (Bildquelle: pexels.com)

…als Medium, das die Faszination für Wissenschaft weckt.

Im Rahmen unserer lockeren Gespräche merkt man, dass unsere Gäste wirklich wissen wollen, wie die Dinge zusammenhängen oder welche Erkenntnisse zu einer technischen Entwicklung geführt haben.
Und dass unsere unsere Gesprächspartner*innen für ihre Themen brennen. Eine unserer früheren Episoden dreht sich um das Large Binocular Telescope. Wir unterhalten uns mit Richard Green, der als Direktor das Teleskop mit seinen zwei Spiegeln à acht Meter mit konzipiert, gebaut und dann in Betrieb genommen hat. Die Begeisterung, mit der er von „seinem“ Teleskop erzählt, ist ansteckend. (http://omegataupodcast.net/111-optical-astronomy-and-the-large-binocular-telescope/)
Durch die Breite an Themengebieten, die wir abdecken, transportiert omega tau, wie vielfältig Forschung und Technik sein können. Wir sprechen zum Beispiel mit einem Schotterpflugfahrer (http://omegataupodcast.net/161-gleisbau-teil-2-baustelle/), mit einem theoretischen Mathematiker (http://omegataupodcast.net/85-zahlentheorie/), mit einer Astronautin (http://omegataupodcast.net/331-samanthas-lange-reise/), mit einem Wanderschäfer (http://omegataupodcast.net/182-wanderschafer/) oder mit einem Finanzwissenschaftler (http://omegataupodcast.net/118-banken/).

…als Einführung in wissenschaftliches Denken

 Bei aller Vielfalt unserer Episoden mit Wissenschaftler*innen zeigt sich doch ein gemeinsames Merkmal: Es geht immer wieder um wissenschaftliches Denken und um die Methodik, die bei Berechnungen, Simulationen oder Experimenten angewendet wird. Wir besprechen nicht nur, wie etwas abläuft oder funktioniert, sondern auch, wie man das herausgefunden hat und was noch nicht geklärt ist.
Zum Beispiel in der Episode zur Erforschung des Bewusstseins von Raben. Der Tierphysiologe Andreas Nieder von der Uni Tübingen erläutert das Vorgehen, welche Schlussfolgerungen wissenschaftlich angemessen sind und welche Schlüsse aus den Experimenten nicht gezogen werden dürfen, weil Experiment oder Datenlage dafür nicht ausreichend sind (http://omegataupodcast.net/360-bewusstsein-bei-raben/).

Wissenschaftliche Methoden spielen bei Omega Tau immer wieder eine große Rolle (Bildquelle pexels.com)

Ein Thema, das uns über all die Jahre immer wieder an allen möglichen Stellen begegnet, ist die (mathematische) Modellbildung. Bei zahlreichen Episoden rund um Wetter und Klima steht das Thema direkt im Fokus. Aber auch die Bestimmung der Masse des Higgs-Bosons, die Optimierung des Plasmas in Fusionsreaktoren oder die Rekonstruktion des Bildes des schwarzen Lochs, das das Event Horizon Telescope 2019 „aufgenommen“ hat, wäre ohne Modelle unmöglich. Eine aktuelle Episode zur Modellierung der Sars-CoV-2 Epidemie rundet dieses Thema ab (http://omegataupodcast.net/361-epidemiologische-modellierung-teil-1/). Um in einer komplexen Welt zurechtzukommen, kann das Wissen über wissenschaftliches Denken allgemein und Modelle im Besonderen eine große Hilfe sein, unabhängig davon, ob Schüler*innen später selber Wissenschaftler*in werden möchte. Dieses Thema haben wir auch als Videos auf Deutsch und Englisch aufbereitet (http://omegataupodcast.net/specials/vortrage/).

…als Lieferant von Hintergrundinformationen für ganz konkrete Themen.

Auf  der Webseite von omega tau kann man nach Stichworten suchen, die zu damit verbundenen Episoden führen. Durch die breite Ausrichtung von omega tau und einem Fundus von über 350 Episoden findet sich zu sehr vielen Themen mindestens eine Episode, die als Quelle für Referate oder Facharbeiten genutzt werden kann. Zu jeder Episode gibt es Shownotes mit weiterführenden Links.
Zur Mechanik und den Hebelgesetzen bietet sich beispielsweise das Gespräch mit den Krankonstrukteuren bei Liebherr an (http://omegataupodcast.net/349-groskrane-teil-1-konstruktion-bei-liebherr/). Die Grundlagen der Optik lassen sich sehr schön mit Teleskopen erläutern, zu diesem Thema haben wir eine ganze Reihe an Episoden veröffentlicht (http://omegataupodcast.net/tag/astronomy/). Einsteins Relativitätstheorie erklären wir im Rahmen unseres Fünfstünders zum Gravitationswellendetektor GEO 600 (http://omegataupodcast.net/223-relativitat-und-gravitationswellen/). Rund um Teilchenphysik haben wir eine ganze Serie an Episoden rund um das Standardmodell und die Detektoren und Experimente am LHC (Large Hadron Collider, ein Teilchenbeschleuniger am Europäischen Kernforschungszentrum CERN, Anm. d. Redaktion) )

Teilchenbeschleuniger am CERN, (Bildquelle: Adobe Stock)

…zur Berufsorientierung

Bei omega tau kommen Frauen und Männer aus vielen verschiedenen Berufen zu Wort. Sie beschreiben oft nicht nur, was sie erforschen oder konstruieren, sondern auch, wie sie das tun. Manchmal begleiten wir sie auch bei der täglichen Arbeit. Wir sprechen mit einem Lokführer während der Mitfahrt auf dem Führerstand eines ICE (http://omegataupodcast.net/178-mitfahrt-fernverkehr-br-101-und-406/), mit den Piloten im A380 auf dem Flug nach Hongkong (http://omegataupodcast.net/262-mit-lufthansas-a380-nach-hkg-teil-1/), mit der Besatzung eines Militärforschungsschiffs (http://omegataupodcast.net/277-life-and-work-on-hms-enterprise/), oder mit Astronomen während ihrer Arbeit in der fliegenden Sternwarte SOFIA (http://omegataupodcast.net/190-sofia-part-2-the-flights/). Durch diese Einblicke können Schülerinnen und Schüler eigene Berufsideen bekommen oder überprüfen.

„Ich halte omega tau für einen der besten Technik- und Wissenschaftspodcasts, die in Deutschland existieren. Dies hängt vor allem mit der Leidern schaft zusammen, die man hinter den Episoden spürt.“

Martin Randelhoff über Omega Tau auf https://www.zukunft-mobilitaet.net

Ein weiteres Thema, das uns in diesem Zusammenhang am Herzen liegt, ist, dass bei der öffentlichen Diskussion um die (unbestrittene!) Bedeutung der Wissenschaft die Rolle der Ingenieur*innen oft untergeht. Engineering ist unverzichtbar in der Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in technische Verfahren und Geräte. Aber auch zur Durchführung wissenschaftlicher Experimente sind Maschinenbauer*innen, Elektrotechniker*innen, Regelungstechniker*innen und natürlich Informatiker*innen unverzichtbar. Am beeindruckendsten ist das bei den Großexperimenten in der Teilchenphysik, also beispielsweise dem LHC und seinen Experimenten ATLAS, CMS und ALICE am CERN (http://omegataupodcast.net/tag/particle-physics/). Aber auch bei weniger spektakulären Themen reden wir oft auch bewusst mit den Ingenieur*innen „hinter“ der Wissenschaft.

Omega tau für den Englischunterricht mit Fachbezug…

Etwa die Hälfte unserer Episoden sind in englischer Sprache, die andere Hälfte ist auf Deutsch. Damit lässt sich omega tau auch für bestimmte Fachthemen im Englischunterricht oder für Fachunterricht auf Englisch verwenden.

… oder als Anregung für eigene Medienprojekte.

Wir betreiben omega tau ehrenamtlich. Unsere Gesprächspartner*innen finden wir oft im Internet und fragen einfach an, ob sie Lust haben, mitzumachen. Die technische Ausstattung, mit der wir gestartet sind, hatte einen Wert von wenigen hundert Euro und ist bis heute nicht sehr viel umfangreicher geworden. Das zeigt: Audiopodcasting ist eine niederschwellige Möglichkeit, mit interessanten Menschen ins Gespräch zu kommen, mehr über Themen zu erfahren, die einen interessieren und auch eine Öffentlichkeit für diese Themen zu finden. Auch Schüler*innen können Audiopodcasts erstellen, sei es in der Freizeit oder im Rahmen eines Schulprojekts. Außer omega tau gibt es eine große Vielfalt anderer Wissenschafts- und Technikpodcasts, die sich zum Teil auf einzelne Themengebiete spezialisiert haben (z.B. https://www.geschichte.fm/), Wissenschaft anders präsentieren (z.B. https://minkorrekt.de/) oder sich auf eine bestimmte Länge beschränken. Eine kuratierte Liste findet sich unter wissenschaftspodcasts.de.

Hören Sie doch einfach mal rein!

Omega Tau

Die Autoren

Nora Ludewig ist  Elektroingenieurin bei Bosch Power Tools und Markus Völter arbeitet als freiberuflicher Berater im Bereich Softwareengineering. Zusammen geben sie als Hobbyprojekt seit über 12 Jahren den omega tau Podcast heraus.

Omega Tau

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