Zukunft Digitale Bildung im Frühstücksfernsehen

Wie sieht die Schule der Zukunft aus? Diese Frage diskutierte der Gründer und Geschäftsführer der ZDB Nicolas Colsman am fünften Januar im Sat1 Frühstücksfernsehen. Moderator Daniel Boschmann wollte wissen, wie die Lösung für Schulen jetzt während des zweiten Lockdowns und ganz allgemein für die digitale Zukunft der Schulen aussehen soll. Colsman legte besonders großen Wert darauf die Leistung der zahlreichen Lehrerinnen und Lehrer hervorzuheben, die sich schon während des ersten Lockdowns engagiert haben. Das große Problem für die aktuelle Situation ist für viele Schulen, Lehrkräfte, Eltern Schülerinnen und Schüler die mangelnde Planbarkeit der Situation. Um es salopp zu sagen: Morgen kann die Schule dicht sein und übermorgen wieder öffnen. Auf dieser Basis kann niemand arbeiten. Eltern wissen nicht, wann sie sich um die Betreuung kümmern müssen und Lehrkräfte wissen nicht wie sie den Unterricht für nächste Woche vorbereiten sollen.

Zukunft der Bildung

Screenshot der Sat1 Website mit dem Link zu dem Beitrag „Schule der Zukunft“ von Nicolas Colsman

Die Schule der Zukunft muss Räume schaffen

Nicolas Colsman betonte zusätzlich, dass es extrem wichtig ist Lehrkräften, insbesondere bei einem zweiten Lockdown, die Möglichkeit zu geben zu unterrichten. Dabei sollte ihnen die Möglichkeit gegeben werden Tools wie Zoom und andere zu nutzen. Das Problem ist, dass sie ständig mit Verboten konfrontiert werden und selten eine Liste mit Mitteln haben, die sie verwenden dürfen und die zusätzlich auch noch praktikabel sind.

Man muss Lehrkräften die Möglichkeit geben den Digitalen Unterricht so zu gestalten, wie es ihnen möglich ist. 

Colsmann über die Schule der Zukunft

Dennoch sieht Colsman auch positive Entwicklungen. Natürlich kann es in einigen Fällen wie zum Beispiel der Versorgung der Schulen mit leistungsfähigem WLAN noch eine ganze Weile dauern bis alles up-to-date ist, aber man könnte Lehrkräften einfach ein Budget zur Verfügung stellen, mit dem sie sich sofort einen Dienstrechner anschaffen. Es gibt also durchaus auch effiziente Möglichkeiten hier schnell und wirksam zu reagieren. In diesem Rahmen führt er auch nochmal die häufig besprochenen Probleme mit dem Digitalpakt auf (Wir berichteten).

Best Practices in Skandinavien und im Baltikum

Zum Abschluss führte Nicolas Colsman noch aus, dass es anderen Ländern, zum Beispiel in Skandinavien und den baltischen Ländern, mit dem Konzept „Schule der Zukunft“ schon sehr viel besser klappt. In Estland gehört ein Internetzugang zu den Grundrechten und in Dänemark ist ein IT-Unterricht für Schülerinnen und Schüler Pflicht, nur um mal zwei Beispiele zu nennen. Somit können wir uns in Deutschland gut an unseren nördlichen Nachbarn orientieren und eventuell Systeme installieren, die die dort gesammelten Erfahrungen einbinden.

Anmerkungen der Redaktion: Wir haben einige von Nicolas Colsmans Ausführungen zur Schule der Zukunft etwas ergänzt. Wenn Ihr Fragen, Anregungen und Ergänzungen habt schreibt uns gerne eine mail an redaktion@lehrer-news.de oder in die Kommentare.