An vielen Schulen in Deutschland findet man immer dasselbe Szenario vor: es herrscht Lehrermangel. Liegt der Grund etwa in der Bezahlung der Lehrkräfte oder doch eher an den Anforderungen und dem harten Job an sich? Wir zeigen dir, wie viel eine Lehrkraft in Deutschland verdient.

  • Maximum: über 5.170€ brutto pro Monat     
  • Minimum: 3.183€ brutto pro Monat
  • Durchschnittlich: 3.640€ brutto pro Monat

Unterschiede nach Bundesland

So viel lässt sich jetzt schon sagen: Das Gehalt einer Lehrkraft hängt vor allem von dem Bundesland ab. Für verbeamtete Lehrkräfte sind die sogenannten „Besoldungsgruppen“ A12 bis A16 relevant. Diese Besoldungsgruppen werden nämlich von jedem Bundesland einzeln festgelegt. In Berlin gibt es einen weiteren Unterschied. Dort sind die Lehrkräfte nicht verbeamtet und befinden sich in einem Angestelltenverhältnis. Verbeamtete Lehrer:innen haben allein dadurch einen Vorteil, dass sie keine Beiträge in die Arbeitslosen- und Rentenversicherung einzahlen müssen und deswegen ein höheres Nettogehalt erhalten.

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Unterschiede im Gehalt nach Schulform

Die Besoldungsgruppe hat einen großen Einfluss auf das Gehalt von verbeamteten Lehrkräften. Hierbei spielt die Schulform die entscheidende Rolle, denn die Besoldungsgruppe richtet sich nach der Schulform. Verbeamtete Grundschul-, Hauptschul- und Realschullehrer:innen werden in die Besoldungsgruppe A12, Gymnasial- und Berufsschullehrer:innen hingegen in die Besoldungsgruppe A13 eingestuft, während Lehrer:innen im Angestelltenverhältnis nach dem Tarifvertrag für die Länder (TV-L) bezahlt und somit in die Entgeltgruppen E9 bis E15 eingruppiert werden. Abgesehen von regionalen Unterschieden je nach Bundesland sind der Abschluss und die Erfahrung der betroffenen Person wichtige Einflussfaktoren bei der Eingruppierung von angestellten Lehrer:innen – insbesondere, wenn Quereinsteiger:innen als Lehrkraft arbeiten möchten. Der Verdienst einer Lehrkraft wächst also mit steigender Berufserfahrung.

Am wenigsten verdienen Berufseinsteiger:innen im Saarland, die an Grundschulen unterrichten wollen, mit einem Einstiegsgehalt von 3.487,17€ pro Monat. Auch an Real- und Hauptschulen verdienen Lehrkräfte im Saarland am wenigsten. Hier liegt der Durchschnitt bei 3.487,17€ brutto monatlich, nach 20 Jahren steigt das Gehalt auf 4.710€ brutto. Im Vergleich dazu verdient eine Lehrkraft in Niedersachsen nach 20 Jahren Berufserfahrung 4.801€ brutto monatlich. Spitzenverdiener:innen unter den Lehrkräften sind die Gymnasiallehrer:innen, denn bereits zum Berufsstart erfolgt die Einteilung in eine höhere Besoldungsgruppe. Hier gibt es durchschnittlich 4.191,51€ für Berufseinsteiger:innen und nach 20 Arbeitsjahren durchschnittlich sogar 5.355,49€ brutto pro Monat.

Lohnt es sich finanziell Beamt:in zu werden?

Selbstverständlich hat man als Beamt:in einige Vorteile. Vor allem finanziell gesehen gibt es mehrere Pluspunkte. Verbeamtete müssen beispielsweise weniger Abzüge in Kauf nehmen, da sie keine Renten-, Pflege- oder Arbeitslosenversicherung zahlen müssen. Somit bleibt den Beamt:innen nach Abzügen der Lohnsteuer mehr Netto-Gehalt übrig als den angestellten Lehrkräften. Einer der größten Vorteile einer Verbeamtung ist, dass man nicht gekündigt werden kann. Gerade in Krisensituationen – wie während einer Pandemie – muss man nicht um seine Arbeitsstelle bangen. Die meisten verbeamteten Lehrkräfte sind zudem privat versichert und profitieren auf diese Weise von besseren Leistungen im Krankheitsfall und finanzieller Beihilfe vom Staat.

Was sagt ihr zum Verdienst von Lehrkräften? Erscheinen euch Einteilung und Summen sinnvoll? Lasst uns gern eure Meinung dazu in den Kommentaren da! Alles, was ihr zum Thema Versicherungen als Lehrkraft wissen müsst, könnt ihr übrigens hier nachlesen.