Lehrkräfte in Deutschland verdienen nicht immer gleich viel. Hier haben wir Euch erklärt, worauf es beim Gehalt ankommt und wo die Unterschiede liegen. Überlegt man sich Lehrer:in zu werden, sollte man sich auf jeden Fall mit der Frage beschäftigen, an welcher Schulform man unterrichten möchte. Denn in der Schulform liegen große Unterschiede in der Bezahlung und den Aufstiegsmöglichkeiten.

An einer Grundschule

Für gewöhnlich verdient man als Grundschullehrer:in weniger als die Kollegen:innen an einer weiterführenden Schule. Hat man gerade das Lehramtsstudium und das Referendariat beendet, kann man mit einem Einstiegsgehalt von ungefähr 3.700 Euro brutto pro Monat rechnen. Diese Zahl bezieht sich allerdings auf verbeamtete Lehrkräfte. Tariflich angestellte Grundschullehrer:innen erhalten ein monatliches Bruttogehalt von circa 4.000 Euro. Das klingt zunächst mehr, allerdings müssen diese größere Steuerabzüge als verbeamtete Lehrer:innen in Kauf nehmen.

An einer Haupt- und Realschule

In einigen Bundesländern (in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt und Bayern) werden Lehrkräfte an Haupt- und Realschulen noch in die Besoldungsgruppe A 12 eingestuft, also in dieselbe wie Grundschullehrer:innen. Die restlichen Bundesländer stufen verbeamtete Lehrkräfte an Haupt- und Realschulen mittlerweile in die Besoldungsgruppe A 13 ein. Auch hier wird unterschiedlich verdient, je nachdem, ob man verbeamtet ist oder nicht. Des Weiteren hat eine Lehrkraft an einer Haupt- oder Realschule keine großen Aufstiegsmöglichkeiten, also dementsprechend auch keine Chance mehr zu verdienen. Allerdings wird mit steigender Berufserfahrung auch das Gehalt steigen (nach 20 Jahren auf 4.801,00 Euro brutto im Monat).

An einem Gymnasium

Lehrende an einem Gymnasium werden in jedem Bundesland in die Besoldungsgruppe A 13 eingestuft. Durchschnittlich liegt das Einstiegsgehalt für Beamt:innen  im Jahr 2021 in der Besoldungsgruppe A 13 bei circa 4.200 Euro brutto im Monat. Gymnasiallehrkräfte sind generell die am besten verdienenden Lehrkräfte an weiterführenden Schulen. Nach 20 Berufsjahren steigt das Gehalt auf durchschnittlich 5.355 Euro brutto im Monat an. Zudem haben Lehrer:innen an Gymnasien mehr Aufstiegsmöglichkeiten, da beispielsweise mehr koordiniert und organisiert werden muss.

An einer Berufs-/Förderschule

Verbeamtete Lehrkräfte an Berufs- und Förderschulen werden wie ihre Kollegen:innen an Gymnasien nach der Besoldungsgruppe A 13 vergütet. Außerdem hat man auch an Berufs- und Förderschulen meist ebenfalls mehr Möglichkeiten, mehr Geld zu verdienen, indem man eine leitende Position einnimmt. Im Durchschnitt kann man mit einem Einstiegsgehalt von 4.204 Euro brutto pro Monat rechnen. Falls man nicht die nötigen Voraussetzungen hat, um verbeamtet zu werden, wird man nach einem Tarifvertrag der Länder bezahlt. Zum Berufseinstieg verdient eine nicht verbeamtete Lehrkraft dann um die 4.002 Euro brutto pro Monat.

Was ist Eure Meinung zu den unterschiedlichen Bezahlungen? Erscheinen Euch die Unterschiede je nach Schulform gerechtfertigt? Lasst uns gerne Eure Meinung dazu in den Kommentaren da!