Baden-Würtemberg

Auch in Baden-Würtemberg wurde bis jetzt recht wenig Geld aus dem Digitalpakt abgerufen. (Bild Artalis-Kartographie/Adobe Stock)

Im Jahr 2018 hat der Bund beschlossen die Digitalisierung der Schulen mit fünf Milliarden Euro zu fördern. Bundesweit wären das pro Schule ca. 120.000 Euro. Dennoch wurden, laut Tagesspiegel, bis Januar nur 20 Millionen Euro davon bewilligt.

Doch woran liegt das, und wie kommt eine Schule an das Geld aus dem Digitalpakt?

 

Zu viel Bürokratie – zu wenig Geld

Fast alle Gründe für die geringe Zahl an Bewilligungen lassen sich mit einem Wort zusammenfassen: Bürokratie. So mussten sowohl Länder, als auch die Kommunen (oder andere Schulträger) erst einmal eigene Regelungen schaffen nach denen die Gelder abgerufen werden können. Weiterhin sind die Anträge und Formulare auf die Gelder aus dem Digitalpakt so kompliziert, dass fast eine juristische oder eine andere Verwaltungsausbildung nötig ist um sie richtig auszufüllen. 

Es ist nur verständlich, dass Lehrkräfte und Schulleitungen neben ihren zahlreichen anderen Aufgaben die Zeit fehlt sich darum zu kümmern. Zu guter Letzt reicht das Geld natürlich hinten und vorne nicht. Sehr vereinfacht gerechnet steht jeder Schule in Deutschland 120.000 Euro zu. Die Einrichtung eines WLANs für eine Schule mit 1200 Schüler*innen würde laut dem Referat für Pädagogische IT-Ausstattung an Schulen schon 350.000Euro kosten. Der Unterhalt kommt noch dazu. Warum sollte man also Geld beantragen, wenn man nochmal so viel drauf zahlen muss?

Dennoch wollen wir Euch so gut wie möglich helfen, falls Eure Schule etwas von dem Geld aus dem Digitalpakt abhaben will.

 Anleitung für Baden-Würtemberg

Deswegen geben wir von lehrer-news.de Euch eine Anleitung wie Ihr für Eure Schule an das Geld aus dem Digitalpakt kommt.

Geld Digitalpakt

Das Geld aus dem Digitalpakt reicht nicht (Bild eyetronic / Adobe Stock)

Wer ist in baden-Würtemberg Antragsberechtigt?


Wer darf überhaupt Anträge auf Gelder aus dem Digitalpakt stellen? Dies ist zunächst Euer Schulträger, sprich das Schulamt oder die kommune, die für Eure Schule verantwortlich ist.

Die Schulen können den Schulträger nur auf den Bedarf aufmerksam machen, aber selber keine Anträge stellen.

Digitalkonzept

Der Schulträger wird euch nach dem Medienkonzept Eurer Schule, dem Medienentwicklungsplan fragen. Er sollte eigentlich mit dem Schulträger entwickeln. Es empfiehlt sich aber, den medienentwicklungsplan schon vor der Anfrage auszufüllen und dann mit dem Schulträger zu überarbeiten. Eine Strukturvorlage gibt es beim Landesmedienzentrum Baden-Würtemberg.

Das System des Medienentwicklungsplan ist für einen bürokratischen Akt sogar einigermaßen übersichtlich. Die Vorlage enthält eine ausführliche Anleitung zur Ausfüllung. Natürlich müsst Ihr euch überlegen was Eure Schule braucht. Hier empfiehlt es sich auch nicht auf eine*n Vertreter*in des Schulträgers zu warten, sondern direkt ein ausgefülltes Konzept vorzulegen, dass diese*r nur noch unterschreiben muss.

Das Land Baden-Württemberg hat zusätzlich eine  Anleitung zur Gestaltung des Medienkonzeptes online gestellt. An dieser könnt Ihr Euch auch in den meisten anderen Bundesländern orientieren.

 Mehr Informationen findet Ihr unter:

https://www.digitalpaktschule.de/
https://www.derdigitalpakt.de/
https://km-bw.de/,Lde/Startseite/Schule/Digitalpakt
https://www.lmz-bw.de/
https://www.mep-bw.de/

Eure Hilfe wird benötigt!

Wir werden diesen Leitfaden und diese Hinweise nach und nach für alle Bundesländer am Beispiel eines Schulträgers aufführen. Zum Ende werden wir einmal über die Probleme mit dem Geld aus dem Digitalpakt schreiben. Dazu benötigen wir Eure Hilfe! Habt Ihr schon mal Gelder beantragt bzw. Bedarf angemeldet? Hattet Ihr Erfolg? Warum klappt es nicht? Warum beantragt Eure Schule vielleicht sogar gar kein Geld? Welche Informationen fehlen Euch um an das Geld zu kommen? Was könnte man besser machen? Schreibt es uns in die Kommentare oder per Mail an redaktion@lehrer-news.de!